Bijou Brigitte hat im Halbjahr 2026 trotz leicht rückläufiger Erlöse den Vorsteuergewinn verdoppelt. Dazu trugen niedrigere Materialkosten und ein Vergleichsertrag von fünf Millionen Euro bei.
Der Modeschmuckhändler hat im ersten Halbjahr gute Zahlen vorgelegt
Bijou Brigitte hat im ersten Halbjahr 2026 trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes deutlich mehr verdient. Nach vorläufigen Zahlen stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern von 6,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 14,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 7,5 Millionen Euro oder 108,6 Prozent.
Umsatz nahezu stabil
Der Konzernumsatz sank leicht von 154,8 Millionen Euro auf 153,4 Millionen Euro. Damit blieb das Geschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu stabil. Der Konzernüberschuss erhöhte sich zugleich von 4,2 Millionen Euro auf 8,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von rund 111 Prozent.
Als Gründe für die bessere Ertragslage nennt Bijou Brigitte niedrigere Materialeinstandskosten. Diese hätten die Bruttomarge verbessert. Zudem stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge.
Vergleichsertrag prägt Ergebnis
Wesentlich für den Gewinnanstieg war ein einmaliger periodenfremder Ertrag von fünf Millionen Euro. Er entstand aus einem Vergleich in einem Rechtsstreit mit einem ehemaligen Dienstleister. Das Halbjahresergebnis ist daher neben operativen Verbesserungen auch von einem Sondereffekt geprägt. Die Entwicklung lässt sich entsprechend nur eingeschränkt auf das laufende Geschäft übertragen.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
- Umsatz: 153,4 Millionen Euro nach 154,8 Millionen Euro
- Ergebnis vor Ertragsteuern: 14,4 Millionen Euro nach 6,9 Millionen Euro
- Konzernüberschuss: 8,8 Millionen Euro nach 4,2 Millionen Euro
- Einmaliger Ertrag: fünf Millionen Euro aus einem Vergleich
Filialnetz bleibt weitgehend stabil
Zum 30. Juni 2026 betrieb Bijou Brigitte 902 Filialen. Zum Jahresende 2025 waren es laut Bericht mehr als 904 Standorte. Das Filialnetz veränderte sich damit im Berichtszeitraum nur geringfügig.
Die veröffentlichten Zahlen sind vorläufig. Der vollständige Halbjahresfinanzbericht soll im September 2026 erscheinen. Weitere Angaben zur Entwicklung einzelner Märkte und zum Ausblick für das Gesamtjahr werden mit diesem Bericht erwartet.