Ab dem 24. August führt OpenAI Werbeanzeigen in 31 europäischen Märkten ein. Betroffen sind die Gratis-Version sowie der Einsteigertarif ChatGPT Go.
Wir hatten bereits vor einigen Tagen von der Meldung berichtet, dass OpenAI angekündigt hat Werbung in seinen ChatGPT-Verläufen einzublenden. Nun gibt es neue Informationen dazu, wann die Werbeschaltung auch in Deutschland und Europa ankommt:
Ab Morgen, Montag dem 24. August, werden Anzeigen in insgesamt 31 europäischen Märkten freigeschaltet, darunter in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und Polen. Der europäische Rollout folgt genau sechs Monate nach dem Start eines ersten Testlaufs in den USA, aus dem sich laut eigenen Unternehmensangaben bereits eine Plattform mit Zehntausenden Werbekunden entwickelt hat.
Hintergrund des strategischen Schritts sind die immensen Betriebskosten für KI-Rechenmodelle. Schätzungen zufolge nutzen über 80 Prozent der monatlich mehr als eine Milliarde Anwender ausschließlich die kostenfreie Variante des Chatbots.
Optische Trennung und Schutz der Privatsphäre
Um das Vertrauen der Nutzerschaft zu sichern und Werbeinhalte transparent darzustellen, setzt OpenAI auf eine strikte optische Abgrenzung. Wie Dave Dugan, Vice President of Ads bei OpenAI, betont, erscheinen die Werbeformate stets unterhalb der generierten Antwort und werden durch eine durchgezogene graue Linie abgetrennt. Zudem versichert das Unternehmen den Schutz der Privatsphäre: Werbetreibende erhalten keinerlei Zugriff auf Chatverläufe oder persönliche Informationen aus den Konversationen.
Werbung in Gratisversion und ChatGPT Go
Die Werbeausspielung orientiert sich an der jeweiligen Tarifstruktur:
- Kostenlose Basisversion: Vollständig werbefinanziert mit standardmäßigen Einblendungen unter den Antworten.
- ChatGPT Go: Der vergünstigte Einsteigertarif für knapp 7 Euro monatlich enthält ebenfalls Werbeanzeigen.
- ChatGPT Plus und Pro: Die Premium-Abonnements für rund 23 Euro beziehungsweise 229 Euro monatlich bleiben vollständig werbefrei.
Die neuen Konten für Minderjährige sollen keine Werbeanzeigen enthalten. Ein Workaround, den womöglich viele Nutzer ausnutzen mögen, um die Werbeschaltung zu umgehen.
Zum Marktstart in Europa kooperiert OpenAI zunächst mit globalen Werbenetzwerken und Agenturgruppen wie Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus und Havas. Ein Self-Service-Tool für kleinere Firmen und Selbstständige soll zeitnah nachgereicht werden.