Die britische Wettbewerbsbehörde CMA genehmigt die Huel-Übernahme durch Danone ohne weitere Prüfung. Damit baut der Konzern sein Markenportfolio für Funktions- und Fitnessnahrung aus.
Der französische Lebensmittelkonzern Danone hat für die geplante Übernahme des britischen Ernährungsspezialisten Huel die Freigabe der Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) erhalten. Die Aufsichtsbehörde verzichtete auf eine vertiefte kartellrechtliche Prüfung. Damit entfällt die zentrale regulatorische Hürde für den im März angekündigten Zukauf, dessen Volumen sich laut Marktberichten auf rund eine Milliarde Euro beläuft.
Huel wurde 2015 gegründet und hat sich auf pflanzenbasierte Mahlzeiten, funktionelle Trinknahrung sowie Proteinprodukte und Riegel spezialisiert. Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 214 Millionen britischen Pfund. Über die Eingliederung in den Danone-Konzern erhält das Unternehmen nun Zugriff auf ein weltweites Vertriebsnetz, industrielle Produktionskapazitäten und Ressourcen im Bereich Forschung und Entwicklung, um die internationale Expansion voranzutreiben.
Ausbau des Direct-to-Consumer-Geschäfts und Fokus auf Proteine
Für Danone fügt sich die Akquisition nahtlos in die strategische Neuausrichtung auf gesundheitsorientierte Ernährung, funktionelle Lebensmittel und proteinreiche Produkte ein. Neben dem Produktportfolio sichert sich der Konsumgüterkonzern vor allem wertvolles Know-how im Bereich Direct-to-Consumer (D2C), bei abonnementbasierten Vertriebsmodellen sowie im datengetriebenen Marketing.
Gleichzeitig verschafft die Übernahme dem Konzern einen direkten Zugang zu jüngeren, digital affinen Zielgruppen. Durch die kartellrechtliche Freigabe im britischen Heimatmarkt von Huel kann Danone die Integration einleiten und die digitale Plattform des Ernährungsspezialisten mit der globalen Handelspräsenz des Konzerns verknüpfen.