Estée Lauder schließt das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus und der Rückkehr in die Gewinnzone ab. Luxusdüfte und ein Sparprogramm treiben die Erholung voran.
Der US-Kosmetikkonzern Estée Lauder hat das Geschäftsjahr 2026 mit einer deutlichen operativen Trendwende abgeschlossen. Nach mehreren herausfordernden Quartalen kletterte der Gesamtumsatz um 5 Prozent auf 15,0 Milliarden US-Dollar. Organisch entspricht dies einem Wachstum von 3 Prozent, das von allen geografischen Regionen mitgetragen wurde. Parallel dazu verbesserten sich die operative Marge sowie der freie Cashflow spürbar.
Premium-Düfte erwiesen sich als wichtigster Wachstumstreiber für Estée Lauder.
Rückkehr in die Gewinnzone dank Duft- und Pflegesegment
Die Ertragslage des Konzerns verzeichnete eine kräftige Erholung. Das operative Ergebnis drehte nach einem Vorjahresverlust auf 780 Millionen US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um 47 Prozent auf 1,69 Milliarden US-Dollar, während die Bruttomarge für das Gesamtjahr einen Wert von 75,5 Prozent erreichte.
Als zentrale Treiber dieser Entwicklung erwiesen sich insbesondere zwei Sparten:
- Duftsegment: Organischer Zuwachs von 10 Prozent, gestützt auf Marken wie TOM FORD, Le Labo und KILIAN PARIS.
- Hautpflege: Organisches Plus von 4 Prozent, getragen von Marken wie La Mer, The Ordinary und Estée Lauder.
Konzernumbau und Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027
Einen wesentlichen Beitrag zur Margenstärkung leistete das interne Effizienzprogramm Profit Recovery and Growth Plan. Aus den Maßnahmen erwartet das Management jährliche Bruttovorteile von rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Der Plan umfasst einen weltweiten Abbau von etwa 10.000 Stellen. Zeitgleich investiert der Konzern weiterhin gezielt in Marketing, Innovation und Vertriebswege.
Für das Geschäftsjahr 2027 stellt die Unternehmensführung weiteres profitables Wachstum in Aussicht. Das Management prognostiziert ein organisches Umsatzplus in der Spanne von 3 bis 5 Prozent sowie eine bereinigte operative Marge zwischen 12,7 und 13,5 Prozent.
Ob sich das langfristig auch positiv auf den Aktienkurs auswirken wird, muss sich noch zeigen.