Obi möchte mindestens fünf Hellweg- und BayWa-Bau-&-Garten-Filialen übernehmen. Der Baumarkt strebt im Zuge der Insolvenz die Übernahme von bis zu zwölf Standorten an.
Obi plant Filialen von Hellweg zu übernehmen
Für einen Teil der Filialen der insolventen Baumarktkette Hellweg zeichnet sich eine mögliche Zukunft unter dem Dach von Obi ab. Obi habe nach eigenen Angaben im Bieterverfahren um Standorte von Hellweg und BayWa Bau & Garten den Zuschlag für mindestens fünf Märkte erhalten.
Die Übernahme steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Erst mit dieser Zustimmung wäre der Weg für den Abschluss der Transaktion frei.
Für weitere Standorte kommt Obi laut eigener Mitteilung als bevorzugter Investor infrage. Insgesamt strebt die Baumarktkette an, bis zu zwölf bisherige Hellweg- und BayWa-Filialen zu übernehmen. Über die Zukunft der übrigen Märkte liegen bislang keine Angaben vor.
Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung
Hellweg hatte Mitte Juli ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Zu diesem Zeitpunkt war noch offen, wie viele Geschäfte fortgeführt werden können. Das Verfahren soll Lösungen für das Unternehmen und seine Filialen ermöglichen.
Die Zuschläge im Bieterverfahren bedeuten noch keinen abgeschlossenen Eigentümerwechsel. Die Obi-Gruppe möchte zwei Filialen in Berlin übernehmen, darunter: Berlin-Tiergarten und die Filiale in der Yorkstraße. Zudem noch die BayWa-Märkte in Nördlingen und Wolfratshausen, berichtete die Bild.
Neben der kartellrechtlichen Prüfung müssen die weiteren Schritte im Insolvenzverfahren abgewartet werden. Auch für die Beschäftigten und Kunden der betroffenen Märkte steht damit noch nicht endgültig fest, wie es weitergeht.
Für mindestens fünf Filialen liegt nun eine konkrete Übernahmeperspektive vor. Bei weiteren Standorten könnte Obi ebenfalls zum Zug kommen. Für die übrigen Hellweg- und BayWa-Märkte bleibt die Zukunft zunächst offen.
Entscheidung über weitere Standorte stehen noch aus
Der mögliche Einstieg von Obi würde das Filialnetz des Baumarktbetreibers um bis zu zwölf Standorte erweitern. Ob tatsächlich alle angestrebten Märkte übernommen werden, hängt von den weiteren Entscheidungen im Insolvenzverfahren und der Freigabe durch das Bundeskartellamt ab.
Damit ist das Verfahren für Hellweg noch nicht abgeschlossen: Für einen Teil der Filialen gibt es eine mögliche Perspektive, während für die übrigen Standorte weitere Lösungen gefunden werden müssen.