IKEA investiert mit seinen Franchisegesellschaften 1,2 Milliarden Euro in dauerhaft niedrigere Preise. In Deutschland werden mehr als 1.500 Artikel im Schnitt 20 Prozent günstiger.
IKEA geht den Schritt der Preissenkung ein
IKEA startet laut Bericht am 1. September 2026 eine weitere Preisoffensive in Europa. Die Ingka Group, weitere IKEA-Franchisenehmer und die Inter IKEA Group investieren demnach gemeinsam 1,2 Milliarden Euro, um Hunderte Produkte dauerhaft günstiger anzubieten. In Deutschland sollen die Preise von mehr als 1.500 Artikeln im Durchschnitt um 20 Prozent sinken.
Deutschland mit breiter Preissenkung
Die konkreten Reduzierungen unterscheiden sich nach Land und Sortiment. Für Deutschland nennt der Bericht als Beispiele eine um 27 Prozent günstigere BESTÅ-TV-Bank sowie Preisnachlässe von bis zu 24 Prozent bei Produkten der Serie IKEA 365+.
- Investitionsvolumen: 1,2 Milliarden Euro für die europäische Initiative
- Deutschland: mehr als 1.500 Artikel, durchschnittlich 20 Prozent günstiger
- Beispiele: 27 Prozent weniger für eine BESTÅ-TV-Bank und bis zu 24 Prozent bei IKEA 365+
Nach Angaben der Ingka Group handelt es sich nicht um eine kurzfristige Rabattaktion. IKEA wolle dauerhaft niedrigere Preise ermöglichen und dafür geringere Margen akzeptieren. Die Maßnahme knüpft an Preissenkungen im Geschäftsjahr 2024 an, die laut Unternehmen zu mehr Besuchen und Bestellungen geführt haben.
Unterschiedliche Preishebel in Europa
Europaweit umfasst die Initiative laut Bericht unter anderem KALLAX, das HEMNES-Tagesbett und den POÄNG-Sessel. Je nach Produkt und Markt liegen die durchschnittlichen Preisreduzierungen zwischen 15 und 25 Prozent. In Großbritannien wird das BILLY-Regal demnach 28 Prozent günstiger. In Italien sinken die Preise für Hunderte Produkte durchschnittlich um 22 Prozent.
Die Beteiligung der Ingka Group, weiterer Franchisenehmer und der Inter IKEA Group zeigt, dass die Offensive über mehrere Teile des IKEA-Systems hinweg umgesetzt wird. Zugleich fallen die Preisentscheidungen regional unterschiedlich aus. Angesichts der schlecht ausfallenden Konsumlaune und einer hohen Inflation im August, könnte das der richtige Anreiz sein, um Kunden wieder zu Ausgaben zu bewegen.
Zusätzliche Mittel für Asien und Nordamerika
Außerhalb Europas stellt die Ingka Group zusätzlich 70 Millionen Euro bereit. Damit sollen die Auswirkungen von Inflation und Wechselkursschwankungen in Asien und Nordamerika abgefedert werden. IKEA behandelt die Preisfrage damit als internationales Thema, passt die Maßnahmen aber an die jeweiligen Märkte an.
Für den deutschen Möbelhandel erhöht die angekündigte Senkung den Wettbewerbsdruck. Besonders relevant ist, dass die Preise über zahlreiche Produktgruppen hinweg angepasst werden. Ab dem 1. September 2026 soll die neue Preisstruktur in Europa greifen.