Lego steigert im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Gewinn deutlich. Zugleich investiert der Konzern Milliarden in Produktion, Innovationen, Erlebnisstandorte und eigene Stores.
Die Lego Group hat ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 41,9 Milliarden dänische Kronen. Währungsbereinigt betrug das Plus 26 Prozent, die Verkäufe an Verbraucher legten um 22 Prozent zu. Nach Unternehmensangaben entwickelte sich Lego damit besser als der insgesamt wachsende globale Spielwarenmarkt und gewann weitere Marktanteile. Starke Impulse kamen aus Amerika, Westeuropa, CEEMEA und dem asiatisch-pazifischen Raum.
Gewinn wächst schneller als Umsatz
Der operative Gewinn erhöhte sich um 22 Prozent auf 10,9 Milliarden Kronen. Der Nettogewinn stieg von 6,5 auf 8,6 Milliarden Kronen, ein Plus von 32 Prozent. Der operative Cashflow wuchs um 47 Prozent auf 8,6 Milliarden Kronen. Trotz hoher Investitionen verbesserte sich der freie Cashflow von 1,7 auf 2,1 Milliarden Kronen. Als Gründe nennt Lego Skaleneffekte und Produktivitätssteigerungen.
Mehr Produkte und eigene Kontaktpunkte
In den ersten sechs Monaten brachte Lego mehr als 330 neue Produkte auf den Markt. Erfolgreich waren laut Unternehmen unter anderem Speed Champions, Botanicals, Technic, Icons und Star Wars. Kooperationen zur Formel 1, zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und zu KPop Demon Hunters sowie die Technologieplattform LEGO SMART Play sollen zusätzliche Nachfrage schaffen.
Das weltweite Netz eigener Lego-Stores wuchs auf 1.106 Markengeschäfte. Zudem übernahm Lego für 1,9 Milliarden Kronen 29 LEGO- und LEGOLAND-Discovery-Centres von Merlin Entertainments. Zusammen erreichen die Standorte rund fünf Millionen Besucher pro Jahr.
Mit Freizeitparks wie dem Legoland möchte Lego weiterhin skalieren
Investitionen in Produktion und Infrastruktur
Im ersten Halbjahr investierte Lego 4,6 Milliarden Kronen in neue und modernisierte Produktionskapazitäten. Der im Juni eröffnete Kornmarken Campus in Billund umfasst 100.000 Quadratmeter und bietet mehr als 1.800 Beschäftigten Platz. Eine neue Fabrik und ein regionales Distributionszentrum im US-Bundesstaat Virginia sollen nach aktuellem Zeitplan 2027 in Betrieb gehen.
Nachhaltigkeit bleibt Teil der Expansion
Lego will stärker erneuerbare und recycelte Materialien einsetzen und bis 2027 auf papierbasierte Verpackungsbeutel umstellen. Der bislang größte Solarpark des Konzerns in Billund soll über 160.000 Solarmodule verfügen und ab 2027 jährlich 99 Gigawattstunden Strom erzeugen. Die Angaben beruhen auf dem Bericht von Retail-News vom 26. August 2026 sowie auf Unternehmensangaben der Lego Group.