Made in Germany steht für Qualität, nicht jedoch für Luxus. Eine Studie deckt auf, warum deutsche Markenführung dabei an ihre Grenzen stößt.
'Made in Germany' wird im Weltmarkt selten mit Luxus assoziiert.
Deutsche Marken genießen international einen exzellenten Ruf für herausragende Produktqualität, Langlebigkeit und traditionelle Ingenieurskunst. Eine aktuelle Untersuchung der Strategieberatung Sasserath Now zeigt jedoch, dass das Prädikat „Made in Germany" von Konsumenten kaum mit Luxus assoziiert wird.
Während renommierte französische Häuser wie Louis Vuitton, Chanel oder Hermès das weltweite Verständnis von Luxus, Lifestyle und emotionaler Begehrlichkeit prägen, wird die deutsche Markenlandschaft überwiegend über rationale Eigenschaften wahrgenommen. Die Betonung von Funktionalität, technischer Exzellenz und Verlässlichkeit verhindert oft den Aufbau jener Exklusivität, die das globale High-End-Segment dominiert.
Laut den Studienergebnissen bringen deutsche Hersteller die entscheidende Grundvoraussetzung mit: Die anerkannte handwerkliche und technische Substanz bietet ein stabiles Fundament. Um international im margenstarken Luxussegment erfolgreicher zu sein, müssen deutsche Unternehmen ihre Markenführung jedoch gezielt weiterentwickeln.
- Substanz als Basis: Das weltweite Vertrauen in deutsche Fertigungsqualität bleibt ein zentraler Startvorteil.
- Storytelling ausbauen: Hersteller müssen verstärkt in emotionale Markenführung und prestigeträchtige Inszenierungen investieren.
- Begehrlichkeit schaffen: Luxus entsteht nicht allein über funktionale Perfektion, sondern über emotionale Bindung und Exklusivität .
Um die Lücke zu den führenden internationalen Wettbewerbern zu schließen, ist ein Umdenken im Marketing erforderlich. Deutsche Hersteller besitzen das handwerkliche Rüstzeug für die globale Spitzenklasse – der Erfolg im Luxussegment entscheidet sich jedoch künftig daran, rationale Exzellenz mit emotionaler Strahlkraft zu veredeln.