Mastercard Wallet Pay bündelt NFC-, QR- und Online-Zahlungen. Die Lösung soll Wallet-Anbieter weltweit vernetzen und Transfers zwischen Karten, Wallets und Konten erleichtern.
Mastercard hat laut Bericht mit Wallet Pay ein Lösungsportfolio für Anbieter digitaler Geldbörsen vorgestellt. Ziel ist es, regionale Wallet-Ökosysteme stärker miteinander und mit dem internationalen Mastercard-Netzwerk zu verbinden. Zahlungen sollen dadurch über NFC, QR-Codes und Online-Kanäle interoperabler werden.
Wallet-Anbieter sollen neue Funktionen integrieren können, ohne ihre bestehende Infrastruktur grundlegend umzubauen. Mastercard verbindet dafür cloudbasierte Zahlungstechnologien mit seinem globalen Akzeptanznetzwerk.
Mehrere Zahlungswege in einem Portfolio
Zum Angebot gehören laut Bericht kontaktlose und QR-basierte Zahlungen, Online-Zahlungen sowie grenzüberschreitende Geldtransfers. Zudem können Anbieter eigene Kredit-, Debit- oder Prepaid-Kartenprogramme aufsetzen. Wallets lassen sich damit stärker mit Karten, Konten und internationalen Akzeptanzstellen verknüpfen.
- Kontaktlos: Zahlungen per NFC an kompatiblen Kassenterminals
- QR-basiert: Nutzung in Märkten mit hoher Bedeutung von QR-Zahlungen
- Online: Einbindung in digitale Handels- und Plattformangebote
- Transfers: Zahlungen zwischen Karten, Wallets und Konten über Ländergrenzen hinweg
Regionale Anbieter als Partner
Zu den genannten Partnern zählen Alipay+ und AlipayHK, GCash, KakaoPay, TNG eWallet, TrueMoney, Axian, CRED, DaviPlata, Mercado Pago, MTN und TenPay Global. Alipay+ verbindet nach Unternehmensangaben mehr als 50 E-Wallets und Banking-Apps sowie über zehn nationale Zahlungssysteme.
Für Händler kann eine solche Bündelung den Zugang zu regionalen Wallets vereinfachen. Statt zahlreiche lokale Lösungen einzeln anzubinden, könnten sie mehrere Angebote über einen gemeinsamen technischen und kommerziellen Rahmen erreichen. Das ist insbesondere für internationale Händler, Marktplätze und digitale Dienste relevant.
Mehr als sechs Milliarden Wallet-Nutzer bis 2030
Mastercard zufolge nutzen bereits mehr als 4,3 Milliarden Menschen digitale Wallets. Bis 2030 könnte die Zahl auf über sechs Milliarden steigen. Wallet Pay soll Transfers zwischen Karten, Wallets und Konten in mehr als 200 Ländern und Gebieten sowie in rund 150 Währungen unterstützen.
Welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, hängt jedoch vom jeweiligen Anbieter, Land, Währungsraum und den lokalen Zahlungsregeln ab. Auch die Akzeptanz am Point of Sale bleibt von der vorhandenen Terminal- und Händlerstruktur abhängig. In Regionen mit geringer Bankendichte könnte die Verbindung von Wallets, Karten und Konten den Zugang zu digitalen Finanzdienstleistungen erweitern.
Mastercard stärkt mit Wallet Pay zugleich seine Rolle in einer vielfältigen Wallet-Ökonomie. Regionale Anbieter bringen Nutzer und lokale Marktkenntnis ein, während Mastercard Netzwerk, Kartenprogramme und cloudbasierte Zahlungsfunktionen bereitstellt.