PVH übertrifft im zweiten Quartal 2026 die Margenerwartungen und bestätigt den Jahresausblick. Der E-Commerce wächst, während die Marke Calvin Klein unter Druck bleibt.
Calvin Klein strauchelt, während Tommy Hilfiger den Umsatz halten konnte
PVH, Mutterkonzern von Calvin Klein und Tommy Hilfiger, erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 2,097 Milliarden US-Dollar. Damit lag der Konzern drei Prozent unter dem Vorjahreswert, erreichte jedoch das obere Ende der eigenen Prognose. Auf währungsbereinigter Basis übertraf PVH die Erwartungen.
E-Commerce wächst, Großhandel geht zurück
Uneinheitlich entwickelte sich das Geschäft nach Vertriebskanälen. Der eigene E-Commerce legte um vier Prozent zu, währungsbereinigt um drei Prozent. Das stationäre Geschäft ging um ein Prozent zurück, der Großhandel um sechs Prozent. Bei Calvin Klein belasteten laut Unternehmensbericht unter anderem verschobene Großhandelslieferungen in Amerika.
Auf Markenebene blieb Tommy Hilfiger beim Umsatz etwa auf Vorjahresniveau. Calvin Klein verzeichnete dagegen einen Rückgang von sieben Prozent. Damit gewinnt der Direktvertrieb für PVH weiter an Bedeutung, während das Wholesale-Geschäft anfälliger für Verschiebungen bleibt.
Bereinigte Profitabilität deutlich verbessert
Die bereinigte operative Marge stieg von 8,2 auf 11,1 Prozent. Erwartet worden waren rund 9,5 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich auf 233 Millionen US-Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 3,70 US-Dollar nach 2,52 US-Dollar im Vorjahresquartal.
Die Bruttomarge verbesserte sich von 57,7 auf 63,0 Prozent. Maßgeblich waren laut Bericht Zollerstattungen von 107 Millionen US-Dollar, die einen positiven Effekt von rund 510 Basispunkten hatten. Ein erheblicher Teil der Verbesserung entfiel damit auf diesen Effekt.
Das nach US-GAAP ausgewiesene Ergebnis wurde hingegen durch eine nicht zahlungswirksame Goodwill-Abschreibung von 439 Millionen US-Dollar belastet. Daraus resultierten ein operativer Verlust von 191 Millionen US-Dollar und ein Ergebnis je Aktie von minus 2,23 US-Dollar.
Ausblick für 2026 bestätigt
PVH hält an seinen Jahreszielen fest. Der Konzern erwartet weiterhin einen weitgehend stabilen Umsatz auf berichteter Basis und einen leichten Rückgang bei konstanten Wechselkursen. Die bereinigte operative Marge soll rund 8,8 Prozent erreichen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird unverändert in einer Spanne von 11,80 bis 12,10 US-Dollar erwartet.
Zusätzlich plant PVH Aktienrückkäufe von mindestens 300 Millionen US-Dollar. Zugleich will der Konzern in Marken, Marketing und digitale Vertriebskanäle investieren. Für die weitere Entwicklung bleiben das E-Commerce-Wachstum und die Erholung bei Calvin Klein entscheidend.