Der Mutterkonzern TJX trotzt der Konsumflaute mit kräftigen Zuwächsen im zweiten Quartal und hebt das langfristige Expansionsziel auf 7.500 Filialen an.
Während Teile des klassischen Modehandels über Frequenzverluste klagen, verzeichnet die US-amerikanische TJX Companies Inc. ein anhaltend starkes Wachstum. Der Mutterkonzern von TK Maxx steigerte den Gesamtumsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um fünf Prozent auf 15,2 Milliarden US-Dollar. Auf vergleichbarer Fläche legten die Erlöse um vier Prozent zu, während der Nettogewinn 1,5 Milliarden US-Dollar erreichte.
Gestützt auf eine verbesserte Profitabilität und Erstattungen aus US-Zöllen kletterte das verwässerte Ergebnis je Aktie um 24 Prozent auf 1,36 US-Dollar; bereinigt lag das Plus bei elf Prozent auf 1,22 US-Dollar. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs hob das Management die Prognose für die Vorsteuermarge sowie den Gewinn je Aktie im Gesamtjahr an.
Vor allem Haushaltsprodukte sind ein großer Treiber für den Umsatz
Auslandsgeschäft und Home Goods als Wachstumstreiber
Verantwortlich für den Zuwachs waren vor allem zwei Geschäftsfelder: Die Einrichtungssparte Home Goods erzielte ein Umsatzplus von zehn Prozent. Zudem überzeugten die internationalen Aktivitäten in Europa, Kanada und Australien mit flächenbereinigten Zuwächsen zwischen sechs und sieben Prozent. Schwächer als erwartet entwickelte sich hingegen das US-Geschäft der Kernmarke Marmaxx.
Das Geschäftsmodell profitiert von einer anhaltenden Preissensibilität. In Zeiten von globalen Anspannungen, Preiserhöhungen für Sprit und Lebensmittel weichen Konsumenten immer mehr auf reduzierte Markenartikel aus. Auch in europäischen Innenstädten ist zu verzeichnen, dass TK-Maxx-Filialen hochfrequentiert sind. Sie erweisen sich als starke Ankermieter mit großen Ladenflächen.
Ausbauziel auf 7.500 Standorte weltweit erhöht
Angesichts der soliden Nachfrage beschleunigt TJX den Ausbau des stationären Netzes. Ausgehend von 5.285 Standorten zum Quartalsende soll das Filialportfolio ab dem Geschäftsjahr 2028 jährlich um vier Prozent wachsen. Das langfristige Ausbauziel hob der Konzern von bisher 7.000 auf 7.500 Filialen an.
Die finanzielle Basis für diesen Expansionskurs bleibt solide: Im abgelaufenen Quartal schüttete das Unternehmen 1,3 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an seine Anteilseigner aus.