Uber plant einen Konzernumbau und will rund zehn Prozent seiner weltweiten Belegschaft abbauen. Die Einsparungen sollen in Fahrdienste, Liefergeschäft und Robotaxis fließen.
Stellenabbau bei Uber
Uber plant einen umfassenden Konzernumbau und will weltweit rund 3.300 Stellen streichen. Das entspricht laut einer von Bloomberg zitierten E-Mail von Konzernchef Dara Khosrowshahi etwa zehn Prozent der Belegschaft. Der Bericht wurde am 2. September 2026 veröffentlicht.
Mit den Einsparungen will der Fahrdienstvermittler nach eigenen Angaben mehr finanzielle Mittel in sein Kerngeschäft und ausgewählte Wachstumsfelder lenken. Dazu zählen die Fahrdienste, die Essenslieferplattform, weitere Lieferangebote sowie das Robotaxi-Geschäft.
Führungsebene besonders stark betroffen
Besonders stark soll der Abbau die Managementstrukturen treffen. Nach Angaben eines Uber-Sprechers gegenüber Bloomberg soll die Zahl der Führungskräfte um ein Fünftel sinken. Ein Teil der Betroffenen könnte demnach in Positionen ohne Personalverantwortung wechseln. Die Stellenkürzungen beschränken sich jedoch nicht auf das Management.
Betroffen sein sollen unter anderem zentrale Entwicklungs-, Daten- und Lieferorganisationen. Als Begründung nennt Uber ein in den vergangenen Jahren entstandenes Geflecht aus zusätzlichen Hierarchieebenen, höherem Koordinationsaufwand und stärker aufgesplitterten Verantwortlichkeiten. Der Konzern will seine Organisation damit straffen und Zuständigkeiten klarer ordnen.
Mehr Mittel für Mobilität, Lieferdienste und Robotaxis
Die frei werdenden finanziellen Mittel sollen in die Bereiche fließen, die Uber als Kerngeschäft und wichtige Wachstumsfelder betrachtet. Dazu gehören die klassischen Fahrdienste, die Essenslieferplattform und weitere Lieferangebote. Auch das Robotaxi-Geschäft soll von der neuen Priorisierung profitieren.
Wie viele Stellen in einzelnen Ländern oder Geschäftsbereichen wegfallen, ist bislang nicht bekannt. Uber machte in den vorliegenden Angaben auch keine näheren Details zu einem konkreten Zeitplan oder möglichen Abfindungsregelungen. Für Beschäftigte in Deutschland und Europa lässt sich daraus daher noch keine regionale Zahl ableiten.
Umbau soll Organisation vereinfachen
Der geplante Stellenabbau zeigt, dass Uber seine gewachsene Struktur überprüfen will. Mit dem Ausbau von Fahrdiensten, Lieferangeboten und neuen Technologien sind zusätzliche Ebenen und Abstimmungsprozesse entstanden. Nun sollen Ressourcen stärker auf die operativen Geschäftsbereiche und die ausgewählten Zukunftsfelder konzentriert werden.
Entscheidend wird die Umsetzung des Umbaus sein. Uber muss Kosten senken, ohne die Abläufe in seinen Plattformen und die Entwicklung neuer Angebote zu beeinträchtigen. Ob die schlankere Organisation tatsächlich schnellere Entscheidungen und eine gezieltere Kapitalverwendung ermöglicht, wird sich erst im weiteren Verlauf zeigen.