Uber bietet den Aktionären von Delivery Hero 41,50 Euro je Aktie in bar. Der US-Konzern hat sich bereits rund 53 Prozent der Anteile gesichert.
Uber hat das offizielle öffentliche Übernahmeangebot für den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero vorgelegt. Der US-Konzern bietet 41,50 Euro je Aktie in bar. Die Gesamtbewertung von Delivery Hero kann damit bis zu 13 Milliarden Euro erreichen.
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hatte die Transaktion zuvor genehmigt. Die Annahmefrist läuft vom 27. August bis zum 5. November 2026. Vorstand und Aufsichtsrat von Delivery Hero sollen zu gegebener Zeit eine gemeinsame begründete Stellungnahme veröffentlichen. Nach bisheriger Einschätzung werden die Gremien das Angebot voraussichtlich unterstützen.
Uber hat sich die Mehrheit gesichert
Ein Bieterwettkampf gilt als nahezu ausgeschlossen. Uber hat sich zusammen mit einer bindenden Zusage des Großaktionärs Prosus bereits rund 53 Prozent der Delivery-Hero-Anteile gesichert. Dazu zählen eigene Anteile des US-Konzerns und die von Prosus zugesagte Beteiligung.
Durch den Zusammenschluss würde laut Bericht der weltweit größte Essenslieferdienst außerhalb Chinas entstehen. Parallel verkauft Delivery Hero Geschäftsbereiche in 14 Märkten an den Finanzinvestor SSW Partners. Damit sollen mögliche kartellrechtliche Bedenken im Zusammenhang mit der Übernahme verringert werden.
Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Hälfte 2027 erwartet. Bis dahin soll Delivery Hero eigenständig weiterarbeiten. Im weiteren Verfahren stehen nun unter anderem die Annahmequote, die Stellungnahme der Unternehmensgremien und die wettbewerbsrechtliche Prüfung im Mittelpunkt.
Delivery Hero hebt Jahresprognose an
Delivery Hero hat zudem seine Jahresprognose angehoben. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Wachstum des Bruttowarenwerts von neun bis elf Prozent. Der Bruttowarenwert entspricht dem Wert der über die Plattform abgewickelten Bestellungen.
Für Uber ist das Angebot der nächste Schritt beim Ausbau des Liefergeschäfts. Delivery Hero steht zugleich vor einer mehrmonatigen Übergangsphase zwischen dem öffentlichen Übernahmeangebot und dem möglichen Vollzug. Die geplanten Verkäufe an SSW Partners sollen dabei helfen, mögliche wettbewerbsrechtliche Hürden für den Zusammenschluss zu begrenzen.